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Förderung · Steuer

§35c EStG — Steuerermäßigung für energetische Sanierungen

Stand 2026-09-23 · 1 Min. Lesezeit · Einsteiger · Geprüft von Alexander Klein, Energieeffizienz-Experte (dena)

Was ist es?

Steuerermäßigung von 20 % der Sanierungskosten für energetische Maßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum, verteilt auf 3 Jahre (7 % + 7 % + 6 %).

Höhe

  • Max. 40.000 € Ermäßigung pro Objekt (= 200.000 € förderfähige Kosten)
  • Direkte Reduktion der Einkommensteuer (kein Sonderausgabenabzug)

Voraussetzungen

  • Gebäude ≥ 10 Jahre alt
  • Eigentum + Selbstnutzung
  • Maßnahme erfüllt technische Mindestanforderungen (vergleichbar BEG)
  • Fachunternehmenserklärung erforderlich
  • Energieberater nicht zwingend, aber empfohlen

Förderfähige Maßnahmen

Wie BEG EM: Dämmung, Fenster, Türen, Heizung, Lüftung, sommerlicher Wärmeschutz, digitale Energiemanagement-Systeme.

Achtung — NICHT KOMBINIERBAR

  • Mit BAFA/KfW-Zuschuss: nein (Doppelförderverbot)
  • Mit Handwerkerleistung-Steuerbonus §35a EStG: nein
  • Wenn Förderbescheid BAFA/KfW vorhanden, gilt §35c nicht — Wahl im Voraus!

Wann lohnt §35c EStG mehr als BAFA?

  • Hohes zu vers. Einkommen → hoher Steuersatz → 20 % Ermäßigung wertvoll
  • Niedrige BAFA-Förderquote (15 % Grundförderung; der iSFP-Bonus wirkt seit 21.07.2026 nur auf Kosten über 30.000 €)
  • Geringes Einkommen + niedriger Steuersatz → BAFA besser

Beispiel

Sanierungskosten 50.000 €:

  • §35c EStG: 10.000 € Steuerermäßigung über 3 Jahre
  • BAFA 15 % ohne iSFP: 4.500 € sofort (förderfähig sind für die erste Wohneinheit höchstens 30.000 €)
  • BAFA mit iSFP: 8.500 € sofort (Kostenrahmen 60.000 €: 15 % auf 50.000 € plus 5 Prozentpunkte auf die 20.000 € oberhalb von 30.000 €) → Seit dem 21.07.2026 liegt §35c EStG bei dieser Summe auch gegenüber BAFA mit iSFP vorne; der Zuschuss bleibt aber liquider, weil er sofort fließt statt über drei Steuerjahre

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